Resilienz - Krisen überwinden und gestärkt weitergehen

Aktualisiert: Apr 8

Diese Woche gibt es jeden Tag etwas wissenswertes über Resilienz - ein Wort, das man, wenn überhaupt, nur kennenlernt, wenn man schon in der ein oder anderen Krise gesteckt hat. Das ist schade, denn Resilienz kann einem jeder Zeit und überall nützlich werden, im Beruf, in der Familie, in unerwarteten und schwierigen Situationen. Schon in der Kindheit kann es helfen. Glück hat, wer Eltern hatte, die Resilienz in der Kindheit förderten, ob sie das Wort nun kannten oder nicht. Resilienz bezeichnet Techniken, die einen stark und widerstandsfähig machen.



Der Begriff Resilienz stammt aus der Physik und bezeichnet die Eigenschaft eines Materials nach einer Verformung in die ursprüngliche Form zurückzukehren.

Analog dazu bezeichnet man in der Psychologie die Fähigkeit eines Menschen, mehr oder weniger unbeschadet mit belastenden Lebensumständen umgehen zu können, als Resilienz. Diese Fähigkeit ist offenbar weniger von der genetischen Veranlagung als viel mehr von Interaktionen zwischen Umwelt und Individuum abhängig. Das ist eine gute Nachricht, denn das heißt, dass Resilienz prinzipiell erlernbar ist.

Als grundlegend für resilientes Verhalten werden folgende Fähigkeiten angesehen: auf sich selbst stolz sein zu können, stabile emotionale Beziehungen zu anderen Menschen unterhalten zu können und die Erfahrung früherer Bewältigung von Leistungsanforderungen. Sie sind Teil der eigenen Wirksamkeit.

Die Erfahrung dieser Selbstwirksamkeit - egal ob im sozialen oder im Leistungsbereich - scheint also wesentlich zu sein. Doch gerade diese ist bei Depressionen, aber auch bei chronischen Erkrankungen oft eingeschränkt. Eltern, Mitschüler, Kollegen, Partner usw. aber auch Ärzte und das Gesundheitssystem können die Erfahrung von Selbstwirksamkeit massiv einschränken. Doch sie kann auch in kleinen Schritten erprobt, ausgeweitet und wiedererlangt werden.

Der Erwerb resilienter Verhaltensmuster basiert auf sieben Säulen, die ich in den kommenden Tagen vorstellen möchte:

Optimismus, Akzeptanz, Verantwortungsbereitschaft, Lösungsorientierung, Handlungsfähigkeit, Netzwerkpflege, Zukunftsplanung.

Als achte Säule könnte man die Fähigkeit nennen, sich gekonnt zu erholen. Dafür will Rest&Resilience Impulse geben.


Foto von Anuschka Wenzlawski


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