Resilienz - Akzeptanz


Genau wie beim Optimismus ist es bei der Akzeptanz entscheidend, wie groß der Bereich sein soll, den man akzeptiert. Zu akzeptieren, dass alles schlecht ist und für den Rest des Lebens so bleiben wird, ist eine düstere Sicht der Dinge, die einem die Hände bindet und unendlich Kraft raubt. Wer an das Schicksal glaubt, kann sich vielleicht vorsichtig an den Gedanken herantasten, dass der Glaube an sich selbst und an seine Handlungsfähigkeit eine Alternative darstellen könnte.

Was man aber akzeptieren kann, sind negative Gefühle, denn die aller meisten gehen vorbei. Und zwar umso schneller, je weniger man sie zu verleugnen versucht. Es ist das, was widerstandsfähige Menschen tun. Auch sie erleben Rückschläge und Trauriges etc., und für sie fühlt es sich nicht besser an als für jeden anderen auch. Sich zu verbieten, quälende Gefühle zu haben, und sich klein zu fühlen, wenn das nicht gelingt, macht es schlimmer. Man darf traurig, einsam, mutlos, gedemütigt sein. Danach aber wird es besser und man kann die Ärmel wieder hochkrempeln.

Auch gibt es Dinge, die man zunächst akzeptieren muss, wenn sich in einem Bereich keine Handlungsmöglichkeiten ergeben. Es mag z.B. sein, dass man sich in seinem Job alles andere als wohl fühlt, aber eine Kündigung kommt in nächster Zeit einfach nicht in Frage. Man kann im Hinterkopf behalten, dass es sich um etwas Vorübergehendes handeln könnte. Für manche Dinge ist die Zeit irgendwann reif.

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