Die Nutzung der Website Rest&Resilience ersetzt nicht den Besuch bei einem Arzt, Psychotherapeuten oder psychologischen Berater. Im Gegenteil, wir möchten Vorurteile und Ängste abbauen und dazu ermutigen, ärztliche und beratende Hilfe in Anspruch zu nehmen.

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2017 - 2018

Dem Körper helfen
Mind-Body-Medizin

Die westliche Schulmedizin ist ein Segen, wenn es um Infektionen, Transplantationen und die akute Lebensrettung geht. Bei chronischen Erkrankungen jedoch lassen ihre Ergebnisse für Betroffene oft zu wünschen übrig. Die Mind-Body-Medizin verbindet Erkenntnisse der klassischen Medizin mit wirksamen alternativen Ansätzen. Sie zielt auf Veränderungen des Lebensstils, die sich nachweislich positiv auf Gesundheit und Genesungsprozesse auswirken können. Auch bei psychischen Erkrankungen kann sie helfen, die Lebensqualität zu verbessern. Sie fasst folgende Bereiche ins Auge: Entspannung, Ernährung, Bewegung, Atmung und Selbsthilfe

Die Mind-Body-Medizin setzt bei der Selbstverantwortung an. So kann sie einem das Gefühl vermitteln, nicht allein vom Wohlwollen der Ärzte abhängig zu sein. Jedoch kann sie auch wie eine massive Einschränkung wirken, denn es scheint, als müsse man sich von allen liebgewonnenen Gewohnheiten verabschieden. Rest&Resilience möchte ein mitfühlend sanftes, aber überzeugendes Plädoyer dafür sein, gut mit sich umzugehen und liebevoll für sich selbst zu sorgen. Die Erfahrung, dass man den Verlauf der Symptomatik beeinflussen kann, ist jede Anstrengung wert. 

Entspannung

 

Ein Schlüsselbegriff in der Mind-Body-Medizin ist die Kampf-Flucht-Reaktion. Sie bezeichnet eine Vielzahl von körperlichen Vorgängen wie Erhöhung der Atemfrequenz, des Blutdrucks und der Muskelspannung sowie komplexe Botenstoffausschüttungen. Wird Stress chronisch, kann eine Rückkehr zu einem ausgeglichenen Stoffwechsel erschwert werden und so ungünstig auf Immunsystem und Entzündungsprozesse wirken. Entspannungsmethoden wie autogenes Training oder Meditation lösen eine Entspannungsantwort aus, die dem Prozess entgegenwirkt. Durch das Üben von Entspannungstechniken können mentale Widerstandskraft, Symptomtoleranz und Konzentrationsfähigkeit positiv beeinflusst werden. 

Ernährung

 

Die Mind-Body-Medizin arbeitet mit den Ansätzen der mediterranen Ernährung, der Healthy Eating Pyramid und der Vollwerternährung nach Leitzmann, passt sie jedoch individuell an die Bedürfnisse des einzelnen an. Sie betont die Freude am Vorbereiten und den Genuss am Essen. 

Ich selbst bin keine Ernährungsberaterin. Ich möchte in den kommenden Monaten Informationen über Ernährung bei chronischen Erkrankungen zusammentragen. Auf den Websites und Foren für die jeweiligen Erkrankungen wird man jedoch mehr und bessere Hinweise finden als hier. Rest&Resilience hält es mit der Auffassung: "Die Dosis macht das Gift" und stellt den Genuss in den Vordergrund. Wenn hier gekocht und gespiesen wird, ist es zu besonderen Anlässen und für die Seele. 

Bewegung

 

Ich gebe es zu, ich selbst bin ein Bewegungsmuffel. Ich hätte ein schlechtes Gefühl, an dieser Stelle sportliche Betätigung zu predigen. Vermutlich kennt jeder die Argumente für Sport: der positive Einfluss auf das Herz-Kreislauf-System, die körperliche Belastbarkeit, die Erhaltung der Beweglichkeit, aber auch die Linderung und Vorbeugung von Schmerzen, etc. Nicht umsonst besteht das Modul Bewegung in der Mind-Body-Medizin zur Hälfte aus Aufklärung und Motivierung.

Diejenige Motivation, die für mich am besten funktioniert, ist, dass man vor die Tür kommt. Viele Bewegungsarten kann man im Freien ausführen. Wenn man einen schönen Park oder wie ich eine Rheinpromenade vor der Tür hat - nichts wie raus.

Rest&Resilience widmet sich den Bewegungsformen mit niedriger Motivationsschwelle. Es geht mehr um das Erspüren von Wirkungen als um Fitness. Ein bisschen machen ist besser als nichts.

Atmung

 

Immer da, wo es darum geht, den Körper optimal zu nutzen, ist der Atem der Schlüssel. Die westliche Leistungsgesellschaft schenkt dem Atem erstaunlich wenig Aufmerksamkeit. Dabei kann man seine Wirksamkeit sofort spüren. Wer einmal im Stress den Rat befolgt hat, dreimal tief durchzuatmen, hat es schon erlebt: eine bewusste Atmung bremst die Kampf-Flucht-Antwort des Körpers, indem sie sofort in den Stoffwechsel eingreift.

Seinen Atem zu fühlen und ihn bewusst zu lenken, verbessert Selbstwahrnehmung und Stressregulation. Sie fördert ein Gefühl der Authentizität. Östliche Philosophien wie Yoga und Qigong verbinden Atmung und Bewegung. Die Atemmeditation führt durch das bloße Beobachten des eigenen Atems zu Beruhigung. Durch die Zwerchfell- und die Tuna-Atmung wird der Atem bewusst gelenkt. 

Selbsthilfe

 

 

Die Mind-Body-Medizin integriert naturheilkundliche Verfahren wie Akupressur,  Hydro- und Phytotherapie. Letztere umfasst auch die Aromatherapie, der Rest&Resilience im Moment einiges an Neugierde und Aufmerksamkeit widmet. 

Rest&Resilience begreift Selbsthilfe jedoch auch als Stärkung und Entwicklung seelischer Widerstandskraft und legt psychotherapeutische Ansätze bspw. der Kognitiven Umstrukturierung dar.