Die Nutzung der Website Rest&Resilience ersetzt nicht den Besuch bei einem Arzt, Psychotherapeuten oder psychologischen Berater. Im Gegenteil, wir möchten Vorurteile und Ängste abbauen und dazu ermutigen, ärztliche und beratende Hilfe in Anspruch zu nehmen.

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2017 - 2018

Kreativ sein

Wenn mich früher jemand aufgefordert hätte, etwas zu malen oder zu schreiben, weil es mir guttun würde, hätte ich ihm gesagt, dass ich dadurch meine familiären Probleme sicher nicht lösen oder dass ich nicht weniger Symptome haben würde, nur weil ich mich an einem Aquarell versuche. Stimmt irgendwie. Aber:

 

Etwas „Sinnloses“ zu machen bedeutet, sich von den Herausforderungen des Alltags bewusst zu distanzieren, sich aktiv davon abzuwenden, um einen Moment zu schaffen, wie ihn Kinder erleben: Einswerden mit dem Augenblick. Solche Augenblicke sind Bestandteil einer gelungenen Selbstfürsorge, denn sie unterbrechen die Problemtrance, in die man nur all zu leicht gerät. Und man kann anliegende Probleme ruhig mal unbeaufsichtigt lassen. Wenn sie sich nicht von alleine auflösen, sind sie wahrscheinlich ziemlich robust und vertragen ein paar Minuten Vernachlässigung.

Kreativ sein ist eine ganz leichte Möglichkeit, seine Komfortzone zu verlassen, die garantiert keine negativen Folgen hat. Wenn das, was rauskommt, einem nicht gefällt, wen juckt’s? Man kann sein Werk getrost wegwerfen. Man kann seine Versuche auch sammeln und in ein paar Wochen noch einmal herauskramen. Vielleicht entdeckt man Neues und Schönes.

Wer zu Hause nur schlecht abschalten kann, kann im Café schreiben oder in der Bahn lesen. Das Fotografieren im Freien ist sogar gänzlich kostenlos.

 

Kreativ sein geht auch komplett mittels Vorstellungskraft, und das erzeugt noch nicht einmal Werke, die einer Bewertung ausgesetzt werden könnten. Vorstellungen hinterlassen ihre Spuren unsichtbar im Gehirn. Dafür sind Imaginationsverfahren da. Sie machen sehr viel Spaß und bringen unheimlich viel. Mehr dazu hier.